In Memoriam: Franz Clouth (1838 - 1910)
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First controllable Air Ship

Old  Clouth Firm Logo

Deep Sea Cables

"CLOUTH"

Old Car Tyres

 

Military Balloon Edition

Bakelite Radio

Köln Anfang 20 Jhdt.

Franz Clouth

Bronce Bust  Franz Clouth

The Sad Passing of Common Sense

Clouth Book 1st Edition

Diving Helmet Clouth

Clouth-Wappen

Preisbild

 

Eugen Clouth

 

Anni Heine Clouth

 

Anni & Peter

Peter Rochus Clouth

Margot Clouth

Jürgen Clouth 12

Cousins Peter (l) & John (r)

Rechtsanwalt J.P. Clouth

Ehefrau Audrey Clouth

Bryan, Oliver, Phillip

Clouth

Max Clouth

Balloon Serius Crossing Alps

New Crest 1923

Franz Clouth

Eugen Clouth

Clouth Works

Clouth Advertisement

Clouth Money

Old Crest Clouth

Tyres

Old Vehicle

Daimler Car

Conveyor Belted Crane

Clouth VIII Balloon

Wilhelm Clouth

Katharina Clouth

Caouchoc Golf Ball

Draft for Clouth Memorial

Old Catholic Church Köln

Cable Layer

Clouth IX

Driving Allowance Clouth IX

Balloon Clouth IX over Alps

Post Card from Franz Clouth

Clouth Book 2.Edition

Franz Clouth

Balloon Basket

Airport Butzweilerhof Köln

Caouchoc Tree

Caouchoc drying

Kautschuk-Copy System

Water-Regulator

Land & Sea Old Logo

Land & Sea New Logo

Franz Clouth

Richard Clouth

Industrieverein Altlogo

Balloon lifting

Hall Conveyorbelt Production

Firm Gate 2

Bakelite Telephon

Podbielski Cable layer

U-Bahn Geräuschdämmung

Druckerei Wilhelm Clouth

 

      Die Entwicklung der Ballonfahrt

1513

Leonardo da Vinci läßt heißluftgefüllte Heiligenfiguren aus Leinwand oder Papier zu Ehren der Krönung Papst Leo X. aufsteigen.

Leonardo da Vinci

1670

Theoretische Ausarbeitung von Pater Francesco Graf Lana di Terzi, Luftschiffprojekt nach dem "Leichter-als-Luft" Prinzip, durch große Vakuum-Kugeln.

Pater Francesco Graf Lana di Terzi

1766

Der Wissenschaftler Cavendish experimentiert mit Wasserstoffgas und erkennt die prinzipielle Verwendungsmöglichkeit zum Befüllen von Ballonen.

Henry Cavendish

1783

5.Juni
Die Gebrüder Montgolfier bauen einen Heissluftballon und ihn erstmals, öffentlich und unbemannt, in Annonay bei Lyon aufsteigen.

Montgolfiere

1783

19. September
Ein Hahn, ein Schaf und ein Erpel werden mit einer Montgolfiere gestartet.

Montgolfiere

1783

21.November
Der erste Menschenflug in der Geschichte. Pilâtre de Rozier und der Marquis d`Arlandes schweben über die Seine und landen nach 25 Minuten.

Pilatre de Rozier

1783

Mit einem Gasballon erreichen Prof. Charles und Robert eine zweistündige Fahrt von 36 km über Paris.

Jacques Alexandre César Charles

1785

15. Juni
Pilâtre de Rozier und Pierre Romain stürzen beim Versuch, den Kanal vom Festland aus zu überqueren, mit ihrer Aeromontgolfière bei Wimereux tödlich ab. Sie sind die ersten Opfer der Luftfahrt.

1811

16.April
Die erste deutsche Frau steigt mit einem Ballon auf

Wilhelmine Reichard

1840

Charles Green plant eine Atlantiküberquerung mit dem Ballon.

1850

Aufstieg eines Ballons bis auf 7500m zur Erforschung der oberen Luftschichten.

1858

Der Französische Arzt Nadar fertigte die ersten Luftbilder an.

1870

Zahlreiche Ballonaufstiege aus dem von Deutschen belagerten Paris, es wird ein regelmäßiger Flugpostdienst versucht.

1894

Berson mißt in einer Höhe von 9155 Metern eine Temperatur von -47°C.

1897

Nordpolexpedition des Schweden Andree mit zwei Begleitern scheitert in der Eiswüste.

1909

Internationale Luftfahrtausstellung in Frankfurt. Während der einhunderttägigen Ausstellung werden 431 Freiballonaufstiege unternommen.Teilnahme des ersten lenkbaren Luftschiffes, "Luftschiff Clouth"

1913

Ferdinand Eimermacher fährt mit dem Ballon in ca. 6 Stunden von Münster nach Königsberg. Durchschnittsgeschwindigkeit beträgt 148 km/h.

1914

Berliner Streckenweltrekord im Gasballon, 3.052km

1931

Professor Piccard steigt über 15781 Meter

Auguste Piccard

1957

Potthast und Eckert überqueren erstmals an einem Tag die Alpen von Augsburg nach Genua über eine Entfernung von 462km.

1962

Ballonexpedition nach dem Vorbild von Jules Verne in Tansania und Kenia, Dauer mehrere Wochen.

1970..

unbemannte Ballone werden zu Forschungszwecken eingesetzt.

Stratosphärenballon

1974

Der Brite Nott stellt den Höhenweltrekord für Heißluftballone mit 13.971m auf.

1976

Erste Weltmeisterschaften der Gasballone in Augsburg.

1978

Abruzzo, Anderson und Newmann überqueren erstmals im Ballon den Atlantik.

1999

Erste Weltumrundung im Ballon durch Brian Jones und Bertrand Piccard.

Breitling Orbiter

2001

Mitte März wurde der erste Transportballon vom Typ "Cargolifter CL 75 AirCrane" fertiggestellt.

Cargolifter TT 75

     

 

http://www.pennula.de/illustrierte-aeronautische-mitteilungen/luftfahrt-1901/illustrierte-aeronautische-mitteilungen-1901-luftfahrt-luftschiffahrt.htm

Illustrierte aeronautische Mitteilungen: z.B. Jahrgang 1901 als digitaler Volltext

Eine der ersten Zeitschriften, die sich seinerzeit auf wissenschaftlichem und akademischem Niveau mit der Entwicklung der Luftfahrt bzw. Luftschiffahrt und Aeronautik beschäftigt hat, waren die "Illustrirten Mittheilungen", die im Jahre 1901 als Deutsche Zeitschrift für Luftschiffahrt unter dem Zusatztitel "Fachzeitschrift für alle Interessen der Flugtechnik mit ihren Hilfsswissenschaften für aeronautische Industrie und Unternehmungen" herausgegeben wurde. Pennula bietet nachstehend den kompletten Jahrgang 1901 als digitalen Volltext an; aufgrund der Konvertierung mit der maschinellen Text- und Bilderkennung (Optical Character Recognition, OCR) ist es jedoch zu Format- und Rechtschreibfehlern gekommen, was allerdings bei insgesamt weit über 20.000 Einzelseiten aller Jahrgänge ein vernachlässigbarer Fehler sein dürfte. Die anderen Jahrgänge, die digital verfügbar sind, können in dieser Übersicht ausgewählt werden.

   
Jahrgang 1897
Download:
PDF, 300 dpi, 70 Seiten

Jahrgang 1898
Download
: PDF, 300 dpi, 119 Seiten

Jahrgang 1899
Download:
PDF, 300 dpi, 136 Seiten

Jahrgang 1900
Download:
PDF, 300 dpi, 145 Seiten
Jahrgang 1901
Download:
PDF, 300 dpi, 173 Seiten

Jahrgang 1902
Download:
PDF, 300 dpi, 213 Seiten

Jahrgang 1903
Download:
PDF, 300 dpi, 418 Seiten

Jahrgang 1904
Download:
PDF, 300 dpi, 415 Seiten

Eine der ersten Zeitschriften, die sich seinerzeit auf wissenschaftlichem und akademischem Niveau mit der Entwicklung der Luftfahrt bzw. Luftschiffahrt und Aeronautik beschäftigt hat, waren die "Illustrirten Mittheilungen des Oberrheinischen Vereins für Luftschiffahrt", die im Jahre 1897 erstmals herausgegeben wurde. Sie können den kompletten Jahrgang 1897 als PDF Dokument mit 70 Seiten direkt herunterladen. Die Bildauflösung beträgt 300 dpi und eignet sich gut für Reproduktionen.

Hier lässt sich wahrscheinlich finden, warum Clouth seinerzeit auch bereits im elektrotechnischen Bereich tätig war und dies offiziell.  So war er in der internationalen Liste der Elektrotechniker  seinerzeit bereits aufgenommen worden und ist auch heute darin noch enthalten.  Die Beschäftigung mit der Elektrotechnik ergab sich eigentlich damals für jeden Fabrikanten, da Wasser, Wasserdampf, Dampfmaschinen, Elektrizität, Erfindung der Glühbirne, Einsatz von diesen Geräten im Firmenbereich, zu den Themen gehörten, die einen Aufschwung der Firma erst ermöglichten und letztlich Existenz wahrend für jeden Unternehmer wurden. So entwickelte sich das auch bei Franz Clouth, er war zwangsläufig Elektrotechniker.

Neben den rein firmenbezogenen Gründen, wie Schaffung der gesamten Beleuchtung im Firmenbereich (siehe Bild), der Versorgung der ersten Maschinen, die mit Elektrizität betrieben wurden, ergab sich auch ein Elektrizitätsproblem im Rahmen des Flugbetriebes der Zeppeline.dies wird spätestens im Rahmen des oben bezeichneten Jahrgangs 1900 klar, nachdem sich insbesondere bei militärischen Einsätzen  von Ballonen  zunehmend Probleme ergeben hatten. Wo das Problem lag, macht ein Teil der Aufzeichnungen insoweit deutlich:

"Schon seit längerer Zeit hat man erkannt, wie wichtig es für die Kenntniss der elektrischen Zustände unserer Atmosphäre ist, elektrische Messungen im Ballon anzustellen. Man kam zu der Überzeugung, dass Messungen auf Bergstationen, gelegentliche oder selbst regelmässige, einen grösseren Zeitraum umfassende Bestimmungen des elektrischen Spannungszustandes im Luftmeere an verschiedenen Stellen der Erdoberfläche nicht ausreichen, um uns einen klaren Hinblick in die Vertheilung der elektrischen Ladungen in der Atmosphäre zu geben, eine Kenntniss. über die wir doch notgedrungen verfügen müssen, wenn wir den Ursachen der jederzeit vorhandenen Spannungen nachgeben wollen, welche sich gelegentlich in so gewaltiger Weise bei der Gewittererscheinung ausgleichen. Eine grössere Reihe von Freifahrten hatten daher die Erforschung der elektrischen Zustände im freien Luftraum zum speziellen Ziele; ich nenne von den österreichischen Fahrten nur diejenige von Professor Lecher und die acht Fahrten, welche Dr. Tuma unternahm; von deutschen diejenigen von Professor Börnstein und die neueren Fahrten des Deutschen Vereins zur Förderung der Luftschiffahrt in Berlin, bei denen lufftelektrische Messungen mit in das wissenschaftliche Programm aufgenommen waren; von den französischen Fahrten diejenigen von Le Gadet auf deren Ergebnisse Liebenow seine neue Theorie der atmosphärischen Elektrizität aufbaut. Bei allen diesen Messungen wurden nach dem Vorgänge von Franz Exner die Aenderungen des elektrischen Potentials mit der Höhe zum Gegenstände der Untersuchung gewählt, indem mit zwei an ein Eleklroskop angelegten verschieden langen Sonden der Spannungszustand in dem freien Luftraum in verschiedenen Höhen gewisser-maassen abgetastet wurde. Die Theorie zeigt, dass aus den Aenderungen der in dieser Weise gemessenen, verschiedenen Potentialgefalle ein Schluss auf die in der Atmosphäre wirklich vorhandenen freien elektrischen Ladungen mit einem gewissen Grade der Sicherheit gezogen werden kann. Die Feststellung dieser Ladungen, ihr Vorzeichen, sowie ihre angenäherte Dichte und ihre Vertheilung im Lufträume muss als das eigentliche Ziel der Polentialmessungen angesehen werden. Denn erst wenn wir über diese Ladungszustünde selbst ganz im Klaren sind, kann die weitere Frage in Angriff genommen werden, wie diese Ladungen entstehen und auf welchem Wege sie in die einzelnen Luftschichten hineingelangen, eine Frage, bezüglich deren Beantwortung die Meinungen noch immer sehr weit auseinander gehen.

Unsere Anschauungen über die atmosphärische Elektrizität ist nun im Laufe des verflossenen Jahres in ein ganz neues Stadium gerückt durch eine Entdeckung, welche wir den Professoren Elster und Geilel in Wolfenbüttel verdanken, die sich schon seit vielen Jahren mit grossem Erfolge mit den einschlägigen Fragen beschäftigt haben. Es ist den genannten Forschern gelungen, den wohl kaum mehr anzuzweifelnden Nachweis zu erbringen, dass die Atmosphäre dauernd eine gewisse Menge kleinster Partikelchen enthält, welche bestimmte Ladungen mit sich führen; dieselben können weder mit Staubtheilchen, noch mit Wasserdampfbläsrhen, noch sonst mit bisher bekannten materiellen Trägern in der Lufl identisch sein: sie sind eher jenen kleinsten geladenen Teilchen zu vergleichen, welche zunächst bei der Elektrolyse vorausgesetzt werden mussten. Solche Partikelchen waren auch in den Flammen, in den Kathodenstrahlen und in Gasen nachgewiesen worden, wenn dieselben von Röntgen'schcn X-Strahlen oder den in neuester Zeit so viel besprochenen Uranstrahlen durchsetzt wurden. Man bezeichnet diese Theilchen als Ionen» und der durch Elster und Geitel erbrachte Nachweis freier elektrischer Ionen in der Atmosphäre führt zu einer Reihe hochinteressanter neuer Probleme, zu deren Inangriffnahme kein physikalisches Hilfsmittel wichtigere Dienste zu leisten verspricht, als gerade der Freiballon."

Für den Verkäufer von Ballonen für Kriegseinsätze und Zeppelinen für militärische und zivile Einsätze war das natürlich ein Zentralproblem, welches gelöst werden musste, um jedwede Haftung mit Beziehung auf ein angeblich fehlerhaftes Produkt  ausschließen zu können bzw. durch Aneignung von Fach-Kenntnissen über die Lösung des Problems entsprechende technische Einrichtungen zu schaffen, die das bekannte Problem lösen konnten. Dies alles wiederum machte notwendig, sich mit der Elektrotechnik zu befassen, ein schon damaliges Problem für viele Unternehmer mit neu modischen Produkten.

Franz Clouth war ohne Zweifel zu seiner Zeit einer der bekanntesten Unternehmer im europäischen Bereich. Fertigung von allen Weltprodukten, die mit Kautschuk und Guttapercha zu tun hatten, wesentlicher Zeitgenosse für die Bespannung von Ballonen und Zeppelinen und  Produzent der entsprechenden  Baugewebe. Schon frühzeitig hatte er im Rahmen seiner beruflichen Kaufmannstätigkeit Kontakt mit England und war im Rahmen seiner Firmenentwicklung zwingend auf Elektrotechnik und Dampfmaschinentechnik sowie deren Hintergrundverständnis angewiesen.

Ein wesentlicher Zeitgenosse in England, Lord William Armstrong in Newcastle England, war ebenfalls aufgrund der Erstellung seiner riesigen Betriebe in Newcastle zur Schaffung von Waffen, ähnlich wie Krupp in Deutschland, außerdem zum Bau von riesigen Schiffen, insbesondere Kriegsschiffen, Hafen- und Schiffskränen, Elektrotechniker und stand in direktem Kontakt mit dem Schotten Swan, dem eigentlichen Erfinder der Glühbirne, der damals in Konkurrenz zu Edison als erster Elektrotechniker Erfolg hatte. Damals war die Welt unter diesen führenden Figuren noch sehr klein, es gab wenige, die sich im Bereiche der Elektrotechnik betätigten, als Unternehmer waren sie in vielen unternehmerischen Verbänden tätig, sahen sichGreat Eastern Kabelverleger auf Konferenzen und Messen, sodass hier mit Sicherheit Kontakt bestand. Das damalige Haus von Lord Armstrong, CRAGSIDE bei Rothbury, nähe Newcastle, war das erste europäische Haus mit elektrischen Glühbirnen von Swan. So etwas sprach sich natürlich auf den Unternehmertreffen herum und förderte den direkten Kontakt zumindest auf Messeveranstaltungen. Armstrong brauchte andererseits mit seinen Firmenprodukten mit Sicherheit Kautschuk- und Guttaperchapodukte. Außerdem war der auch im Schiffbau tätige Armstrong im Rahmen der Kabelverlegung durch den Atlantik nach Amerika durch eingebautes und eingesetztes Kabelverlegungschiff "Great Eastern" mit Sicherheit ein Interessenpunkt von Franz Clouth, der durch sein Kabelwerk, später "Land & See", sich an Kabelverlegungsprojekten interkontinental  unternehmerisch selbst beteiligte.

 

Erste Alpenüberquerung eines Fesselballons durch Fesselballon "Sirius" von Clouth

 

     

                                                                             Tauffahrt von Clouth VIII

                   

Ölbild als Preisauszeichnung bei Flugwettbewerb in Delmenhorst

 

Was vorher übungsweise so Alles schon in Theorie & Praxis rumfuhr (Ballone "fahren", sie "fliegen" also  nicht!)

          

             

                             

                             

                            

                           

 

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Stand: 08.03.17